CCHR
ÜBERALL AUF DER WELT
Mit der Eröffnung des neuen Museums Psychiatrie: Tod statt Hilfe im internationalen Hauptsitz der CCHR nahm die weltweite Kampagne, um die Psychiatrie dem Gesetz zu unterstellen und Missbräuche auf dem Gebiet der psychischen Gesundheit gänzlich zu beseitigen, völlig neue Dimensionen an. Die Dokumentarfilme der Ausstellung sind für die Vermittlung der Botschaft von ausschlaggebender Bedeutung. Sie sind auch auf DVD auf breiter Ebene erhältlich und dienen dazu, das öffentliche Bewusstsein hinsichtlich missbräuchlicher Praktiken der Psychiatrie zu heben und so Menschen zum Handeln anzuregen.
Die Wanderausstellungen der CCHR vermitteln jedes Jahr Zehntausenden von Menschen die harsche Realität missbräuchlicher Praktiken der Psychiatrie. Dies führt zu weiterer Unterstützung der Kampagne, da Besucher selbst Mitglied der CCHR werden.
Die CCHR und ihr weltweites Korps von Helfern war für die Verabschiedung von Gesetzen verantwortlich, welche Zwangseinweisung, die Verwendung von brutaler Schockbehandlung und die weit verbreitete Zwangsverabreichung von Psychopharmaka verbieten. Außerdem wurden Tausende von Psychiatern inhaftiert und psychiatrische Anstalten geschlossen, was Millionen von Menschen das Leben rettet.
PSYCHIATRISCHE FOLTER BEENDEN IN
NEUSEELAND
1984 erklärte die UN-Antifolterkonvention der von radikalen Gruppen, Drogenkartellen, Terroristen und unterdrückerischen Regierungsbehörden ausgeübten Folter den Krieg. Die brutalen Handlungen, die von Psychiatern begangen werden, wurden jedoch nicht ins Rampenlicht gerückt. Das Ergebnis davon ist, dass in vielen Ländern Psychiater tätig gewesen sind, die Patienten verstümmeln und umbringen, ohne dass Behörden ihre Tätigkeit jemals beaufsichtigt hätten.
In Neuseeland leitete die CCHR eine Untersuchung der jugendpsychiatrischen Abteilung des psychiatrischen Krankenhauses Lake Alice ein. Die CCHR-Mitarbeiter, welche die Untersuchung durchführten, fanden heraus, dass hier unter Obhut des Staats festgehaltene Kinder mit Elektroschocks bestraft, zwangsbehandelt und in Isolation gehalten wurden. Die Behörden und die Polizei reagierten nicht auf Beschwerden, und so entdeckte die CCHR fast 100 Fälle von Jugendlichen, die in dieser psychiatrischen Anstalt seelischer und körperlicher Folter ausgesetzt worden waren. Medien griffen den Fall letztlich auf und die daraus resultierende öffentliche Empörung führte dazu, dass das Krankenhaus Lake Alice endgültig geschlossen wurde.
Mit Hilfe der CCHR reichten 900 ehemalige Patienten Beschwerden ein. Schließlich bestätigten die Gerichte die Rechte der Opfer und die Regierung Neuseelands veröffentlichte eine schriftliche Entschuldigung und zahlte 10,7 Millionen Dollar Schadensersatz.
Daraufhin setzte sich die CCHR dafür ein, dass Psychiater wirksamer Aufsicht durch die Behörden unterstehen sollten. Als wiederum nichts geschah, reichte sie im Hauptsitz der Vereinten Nationen in Genf beim Komitee gegen Folter einen detaillierten Bericht ein. So kam es, dass im Mai 2013 eine Ermittlungsgruppe der Vereinten Nationen in Neuseeland eintraf, um die erste offizielle Untersuchung der Verwahrungsorte des Landes durchzuführen.
Im März 2014 befolgte das Justizministerium Neuseelands schließlich die Forderungen der Vereinten Nationen und sorgte für die unabhängige Überwachung aller psychiatrischen Anstalten des Landes. Patienten können psychiatrische Missbräuche nun auch direkt der Polizei melden, die aufgrund der Vereinbarung verpflichtet ist, diesen Beschwerden nachzugehen.
Die Bemühungen der CCHR haben also mitgeholfen, die Psychiatrie in Neuseeland nachdrücklich und entschieden dem Gesetz zu unterstellen.
„Wir sprechen der CCHR unsere Anerkennung dafür aus, zahlreiche Reformen auf der ganzen Welt durchgesetzt zu haben und sich unermüdlich dafür einzusetzen, andere vor Missbräuchen innerhalb des psychiatrischen Systems zu schützen. Sie sorgt auch dafür, dass psychiatrischen Patienten rechtlicher Schutz gewährt wird.“ – Senatsbeschluss des US-Bundesstaats Georgia
„Ich freue mich, der Citizens Commission on Human Rights (CCHR) meinen Glückwunsch auszusprechen für ihre Tätigkeiten während der letzten vierzig Jahre, um psychiatrische Menschenrechtsverletzungen zu untersuchen und aufzudecken. Ich weiß besonders die harte Arbeit von Mitgliedern und Unterstützern der CCHR auf dem Gebiet der Gesetzgebung zum Schutz von Kindern zu schätzen.“
HUMANITÄRE MISSION
DIE PSYCHIATRIE DEM GESETZ UNTERSTELLEN
Als ein Hauptelement ihrer humanitären Zielsetzung, Menschen vor psychiatrischen Missbräuchen zu schützen und das Gebiet der psychischen Gesundheit in Ordnung zu bringen, setzen sich die Mitglieder der Citizens Commission on Human Rights unermüdlich dafür ein, dass das Rechtssystem allen Bürgern dient – vor allem jenen, die scheinbar unentrinnbar in die Hände der Psychiatrie geraten sind und des Schutzes am meisten bedürfen.
Im Zuge dieses Auftrags hat die CCHR bei der Verabschiedung von über 160 Gesetzen in amerikanischen Bundesstaaten und 16 weiteren Ländern mitgewirkt. Die Gesetzgebung umfasst den Schutz von Kindern vor Psychopharmaka und von älteren Menschen vor missbräuchlicher Behandlung, ebenso den Schutz von Patienten vor sexuellem Missbrauch durch Psychologen und Psychiater. Weiterhin wurden die Rechte von Behinderten und Geisteskranken gestärkt; und um Betrug und Korruption zu verhindern, wurde Transparenz in Bezug auf psychiatrische Behandlungen zur Bedingung gemacht. Mitglieder der CCHR haben vor dem Kongress der Vereinigten Staaten sowie vor Parlamenten in Japan, Frankreich, Holland, Deutschland, Südafrika, Italien und vielen weiteren Ländern ausgesagt und die Gesetzgebung in eine Richtung gelenkt, welche die Menschenwürde schützt und Leben rettet.
„Die CCHR dient als überragendes Beispiel für die vereinte Kraft von Menschen, die durch engagierte Bemühungen zur Verbesserung der Gesellschaft, durch wirkungsvolle Aufklärungsarbeit und durch großen Einsatz Reformen herbeiführen.“
„Gemeinsam mit dem Kongress drücke ich der Citizens Commission on Human Rights meine Anerkennung aus für ihren langwährenden Einsatz für die Verteidigung der grundlegenden Freiheiten, die in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und im Nürnberger Kodex dargelegt sind. Die CCHR stellt ein leuchtendes Beispiel der vereinten Kraft von Einzelpersonen dar, die durch engagierte Bemühungen, wirksame Aufklärung und Beratung Reformen erzielen und die Gesellschaft damit verbessern. Unsere Anerkennung gilt der CCHR für die vielen großartigen Reformen, für die sie eingetreten ist und die heute Menschen vor grausamer, unmenschlicher und entwürdigender Behandlung schützen, sowie für ihre führende Rolle dabei, dies ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu bringen, damit alle Menschen ihre Würde und Menschenrechte wiedererlangen können.“ – US-Kongressmitglied, Kalifornien